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Südfrankreich

Wanderung durch das Katharerland von Herberge zu Herberge
Termin: 01.10. - 09.10.2011


Diese Reise in die Vergangenheit und Kennenlernen dieser unbekannten Region wird zu einem unvergeßlichen Erlebnis

Reisebeschreibung für das Katharerland herunterladen: Katharerland 2011 (83 kb)


Ungeahnter Reichtum und Vielfalt der Landschaften und der Geschichte

Das Katharerland
Diese Region ist Durchgangsgebiet seit alters her. Viele Völker sind mehr oder weniger lang geblieben und haben ihre Spuren hinterlassen. Die Epoche der Katharer steht für eine Blütezeit dieses Gebietes, die dramatisch mit dem Kreuzzug gegen die Katharer endet. Äußerliche Zeichen dieser Geschichte sind die Ruinen der Burgen - schwindelerregende Zitadellen -, die auf Befehl des französischen Königs gebaut wurden. Diese Festungen stehen auf uneinnehmbaren Felsen oder Anhöhen und sind wunderbare Aussichtpunkte in eindrucksvoller Lage. Jeden Tag führt der Weg zu einer anderen Burg und erschließt neue Aspekte dieses vielfältigen Landstrichs.

Die Landschaft
ist außerordentlich abwechslungsreich und für das Wandern geradezu ideal. Vom Mittelmeerklima mit der entsprechenden Vegetation (Weinfelder, immergrüne Eichen, Zistrosen, 70 - 90 Knabenkrautarten, Lavendel...) bis hin zu den Bergen und dem Atlantikklima (ausgedehnte Wälder, Bergwiesen mit Viehzucht).

Die Wanderung
verläuft durch die Hügel am Nordrand der Pyrenäen in 300 -1200m Höhe. D.h. es geht den ganzen Tag Berg auf und Berg ab, auf Pisten, steinigen Wegen oder Pfaden, durch imposante Schluchten ohne technische Schwierigkeiten, aber stellenweise mit ein wenig Geröll, bzw. rutschig durch herabgefallene Blätter.

Diese Ecke Frankreichs ist ein vergessener Teil des Landes
Die Landflucht seit Ende des 19.Jh. hat weite Landstriche entvölkert. 1989 wurde der Katharerweg markiert, Wandererhütten eingerichtet. Das weitläufige Gebiet gehört dem Wanderer, der sich ein wenig von den mit Autos zugänglichen Sehenswürdigkeiten oder Ortschaften entfernt. Man trifft nur selten jemanden unterwegs. Um so mehr ist die Ankunft in einer Wandererhütte ein Ereignis. Die sehr unterschiedlich, nett eingerichteten schlichten Hütten bieten immer eine gemütliche Atmosphäre, einen herzlichen Empfang, gemeinsames Essen an langen Tischen mit Hausmannskost. Kein Massenbetrieb.

Weit weg vom Trubel der Welt kann man nach einem gut ausgefüllten Wandertag ausspannen. Dieses Gebiet zu erwandern und in Hütten zu übernachten paßt ausgesprochen gut zum Thema, obwohl es von den Lebensbedingungen des Mittelalters Lichtjahre entfernt ist.

Die Reise beginnt in Toulouse
ehemaliger Sitz der Grafen, der obersten Lehnsherren dieser Region. Carcassonne war Besitz der Familie Trencavel bis zum Kreuzzug gegen die Katharer oder Albigenser zu Beginn des 13. Jh. Dann war Carcassonne über 400 Jahre die wichtigste militärische Festung, die die Verteidigung der Grenze mit Aragon bis zum Pyrenäenvertrag 1659 organisierte. Nach einer Phase des Verfalls und der Renovierung im 19.Jh durch Viollet-le-Duc, dem berühmten und umstrittenen Architekten, ist diese größte Festung Europas heute Weltkulturerbe der UNESCO.

Von den 5 von Carcassonne abhängigen Burgen besichtigen wir Quéribus, Peyrepertuse und Puilaurens. Auch andere, weniger bekante Burgruinen, die wieder neue Aspekte dieser bewegten Zeit des Mittelalter aufzeigen, liegen auf dem Weg durch die Corbières. Weiter westlich begegnen wir den Troubadouren in Puivert und wandern dann auf den Spuren der letzten Katharer, über die uns die Inquisitionsregister reichlich Informationen hinterlassen haben. Dramatische Schicksale in Montaillou und in Montségur, der Hochburg der Katharer, berichten vom Ende des Katharertums.

Die Reise endet in der kleinsten Prefecture Frankreichs, in Foix,
der ehemalige Sitz der katharerfreundlichen Grafen. Diese Reise in die Vergangenheit und Kennenlernen dieser unbekannten Region wird zu einem unvergesslichen Erlebnis, nicht zuletzt durch eine passionierte Wanderführerin, einer Spezialistin des Katharerland.

Reiseverlauf:
(Änderungen im Programmablauf sind der Reiseleitung vorbehalten)

Samstag, 1.10.2011
Anreise Toulouse-Blagnac, Transfer nach Carcassonne, Besichtigung Cité. Der seit 2500 Jahren bewohnte Hügel ist heute die größte Festung Europas, Weltkulturerbe des UNESCO, eindrucksvolles Ensemble seit der Renovierung von dem berühmten Architekten Viollet-le Duc im 19.Jh. Übernachtung in einem ganz neuen Hotel** am Fuß der Cité in 2- oder 3- 4 Bettzimmern mit eig. Bad und WC.

Sonntag, 2.10.2011
Transfer nach Padern, einem typischen Dorf der Corbières (2 Std), Wanderung durch Mittelmeervegetation, vorbei an der Burgruine Padern (17.Jh), an Mouillet, einer zerfallenen Priorei (die im 12-14.Jh sehr bedeutend war, bevor sie von Padern entthront wurde), Aufstieg nach Quéribus (Besichtigung), die letzte Festung der Katharer, die 1255 durch Verrat in die Hände des franz. König fiel, Grenze mit Aragon- runter ins Dorf Cucugnan, das durch die Geschichte vom Priester von A.Daudet berühmt wurde. Transfer (30 min) zu Gästezimmern in der Bastide (accueil paysan) 5 Zimmer + Gruppenräume für 7-8 Personen. 10km, Aufstieg 550 m, 4 Std.

Montag, 3.10.2011
Transfer (20 min) nach Rouffiac, Aufstieg an der felsigen Nordseite durch Wald hinauf zur Burg, Besichtigung der Burgruine Peyrepertuse, der größten und eindrucksvollsten königl. Festungen, Militärarchitektur des Mittelalters. Über Pisten und Pfade zum Pass und Hochwiesen Pla de Brezou und Abstieg durch üppige Mittelmeervegetation zur eindrucksvollen Galamus - Schlucht, ehem. Einsiedelei, Transfer (15 min) zur Bastide. 13km, Aufstieg zur Burg 600 m, 5.5 Std.

Dienstag, 4.10.2011
Wanderung über den Ausläufer des höchsten Bergs der Corbières (Bugarach, 1230m) über Hochwiesen und auf traditionellem Pfad hinunter in das Dorf Caudiès, durch die versteckte nur für Fußgänger zugängliche Jaume-Schlucht. Aufstieg zur Burgruine des Vizegrafen von Fenouillèdes, einem Katharer Gläubigen, der Zugang zum Tal am Fuße des Canigou wurde hier durch 3 Burgen verteidigt, über eine Piste, umgeben von ausgedehnten Wäldern, die durch Wiesen aufgelockert werden, zur isoliert gelegenen gîte- Ayges Bonnes ("gute Wasser"!). 3 Zimmer und Gruppenräume für 4 - 5 Personen, kein Transfer. 17km, Aufstieg zur Burg 700 m, 6 Std.

Mittwoch, 5.10.2011
Wir lassen das Mittelmeer hinter uns. Wanderung direkt von der Unterkunft über eine Piste. Ein Pfad führt uns hinauf zur Burg Puilaurens, die von weitem gesehen die besterhaltene ist. Weiter wandern wir über Pisten und Wege durch die ausgedehnten Wälder bis zum Ort Axat an dem Fluss Aude. Transfer (25 min) nach Quillan, ein kleines Städtchen an der Aude, Hotel** Logis de France, 13 Zimmer. 12km, 350m, 3.5 Std.

Donnerstag, 6.10.2011
Transfer (30 min), Wanderung über Bergwiesen und Wald zum Plateau de Sault, einem 1200m hoch gelegenen Kalkplateau. Wir genießen herrliche Ausblicke auf Montségur und die Frau-Schlucht, gîte/ 5-7 Zimmer und 4 Schlafräume für 4 Pers. 11km, Aufstieg 400 m, 4 Std.

Freitag, 7.10.2011
Kein Transfer, Wanderung über das hohe Plateau auf den Spuren der Katharer des 14.Jh. nach Montaillou, dem durch die Inquisitionsregister berühmte gewordene Dorf (heute 13 Einwohner!), Burgruine, archäologische Ausgrabungen des "Katharerdorfes", Blick über das Hochplateau, Rundgang über Prades, freigelegter Brunnen aus dem Mittelalter, zurück nach Comus, gîte, dieselbe Unterkunft. 11km, Aufstieg zur Burg 600 m, 5 Std.

Samstag, 8.10.2011
Wanderung direkt ab der Herberge die eindrucksvolle Frau-Schlucht hinab, die zunehmend von steilen Kalkwänden begrenzt wird. Der Weg führt durch Wald und Wiesen auf Wegen hinauf zum Dorf Montségur, und weiter hoch bis zur berühmten Burgruine Montségur in 1200m Höhe. Ein Teil des "Katharerdorfes" wurde freigelegt und läßt die Geschichte der Belagerung, des Falls der Festung und dem Massenscheiterhaufen von 1244 nacherleben. Aussicht auf die umliegenden Berge und bis zur Burg Roquefixade, an der wir beim Transfer (40 min) nach Foix vorbeifahren. Foix ist ein ruhiges kleine Städtchen mit einem kleinen Zentrum mit Fachwerkhäusern, der ehem. Grafenburg, heute nur Verwaltungszentrum am Fluss Ariège gelegen. Übernachtung im Hotel*** direkt im Zentrum, Ausklingen der Woche, Abschied. 15km, Aufstieg zur Burg 750m, 5 Std.

Sonntag, 9.10.2011
Transfer nach Toulouse und Rückflug/Bahnfahrt

Anforderung:
Sie brauchen Kondition für Wanderungen bis zu täglich 5-6 Stunden. Die Wanderungen führen auf Wanderwegen mit Anstiegen zwischen 400 - 750 Meter.

Sicherheit:
Bei unserer Route abseits der üblichen Touristenpfade greifen minutiöse Zeiteinteilungen nicht. Zum Wesen einer solchen Tour gehört es auch, daß aufgrund von Wettereinbrüchen Umstellungen oder Routenänderungen notwendig werden könnten. Unsere Wanderführerin ist seit Jahren auf diesen Wegen unterwegs und kennt das Terrain sehr gut.

Unterkünfte:
EZ/DZ -Zimmer soweit vorhanden, ansonsten Gruppenschlafraum für 3, 4, 8 Personen, freundlicher Empfang und gemütliche Hüttenatmosphäre.

Getragen wird nur das Picknick und der Tagesrucksack. Das Gepäck wird per Transfer von Herberge zu Herberge gebracht.

Leistungen:
- Staatlich geprüfte Bergführerin Ingrid Sparbier (www.guide-sud-france.com)
- 8 Übernachtungen in Mehrbettzimmern in Etappenunterkünften.
- Alle Eintrittsgelder für Besichtigungen
- Picknicks für Unterwegs
- Transfers vor Ort und Gepäcktransport

Im Preis nicht enthalten:
An-/Abreise muss selbst organisiert werden.
Getränke, EZ/DZ-Zuschläge in Herbergen mit Kontingenten.

Teilnehmerzahl:
Mindestens 8
Maximal 15

Preis: 975 Euro p.P.

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