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Der Navajo-Stamm
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Einigen der Ältesten und Medizinmänner gelang es, sich in den unwegsamen Canyons, Schluchten und Höhlen zu verstecken. Sie waren es, die die Kultur des Stammes ununterbrochen weiterführten. Der übrige Stamm wurde zum Fort Sumner in Neu-Mexiko getrieben. Dieser Gewaltmarsch, "the long walk", auf dem viele starben, lebt in den Geschichten der Navajo weiter. Die Armee der USA versuchte, die Navajo zu sesshaften Farmer umzuerziehen, jedoch ohne Erfolg. Die Standhaftigkeit der Navajo führte dazu, dass die Weißen ihr Unternehmen nach vier Jahren aufgaben. Sie versorgten die Navajo mit einem Grundstock an Schafen und erlaubten ihnen, in ihr angestammtes Land zurückzukehren.
Heute leben 350 000 Stammesmitglieder auf ca. 11.000 qkm in Utah, New Mexiko und in Arizona auf ihrem selbstverwalteten Gebiet. Zum Vergleich: Schleswig-Holstein mit 2.8 Mill. Einwohner auf 15.770 qkm. Den Navajo ist es gelungen, ihre Kultur und Tradition unverfälscht weiterzuführen, während sie sich gleichzeitig mit den Weißen und deren Welt arrangiert haben. Dadurch ist ihnen das Schicksal vieler Indianerstämme erspart geblieben, nicht nur ihre Kultur zu verlieren, sondern auch in der weißen Welt nicht Fuß fassen zu können.
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Töpfern bei den Navajo |
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Zu ihrem relativ guten Verhältnis zu den Weißen hat das Selbstbewußtsein der Navajo beigetragen, das sie sich erhalten konnten. Ihr Selbstbewusstsein ist es auch, aus dem heraus sie ihre Zeremonien, Spiritualität und Bräuche mit anderen teilen.
Gerade in den letzten Jahren ist dem Stamm ein Aufschwung gelungen, der die Behörde der amerikanischen Bundesregierung, das „Bureau of Indian Affairs“, verdrängt und zur fast ausschließlichen Selbstverwaltung geführt hat.
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